Hausfrauen privat sex sex date münchen

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Es blieb bei einem Mal. Der damalige Student sagt, auch wenn keine Gewalt im Spiel gewesen sei, sehe er den Akt heute als eine Art Missbrauch an. Bis heute fühlt Bose sich unschuldig. Der Staat aber schickte ein Sondereinsatzkommando zu ihm. Im Flutlicht brachen schwer bewaffnete Männer die Tür zum Garten auf. Tagelang habe sie die Hämatome gespürt. Der zweitjüngste Sohn des Professors sagt, er habe ein Trauma erlitten und sei nach dem Einsatz ein Jahr lang nicht zur Schule gegangen.

Als die Polizisten das Haus durchsuchten, fanden sie illegale Substanzen. Darunter waren 5,1 Gramm eines Kokaingemischs. Hans-Jürgen von Bose sagt, die Rauschmittel hätten ihm beim Komponieren geholfen.

Und, offen wie er sei, habe er seinen Studenten von diesen Drogenerfahrungen erzählt. Als sich die junge Russin Irvana Popowa an der Musikhochschule vorgestellt hatte, hatte sie auf die Professoren keck, aber auch zerbrechlich gewirkt.

Das könnte erklären, warum sie nicht der Klasse von Hans-Jürgen von Bose zugeteilt wurde. Die Frauenbeauftragte kannte Gerüchte, dass man aufpassen solle. Wenn das der Versuch war, die junge Frau und den Professor voneinander fernzuhalten, muss er als gescheitert bezeichnet werden.

Im Hochschulwohnheim versuchte sie, Anschluss zu finden, der Kummer über den Tod ihrer Schwester nagte schwer. Das Geld fehlte, um zum Begräbnis zu reisen. Sie vertraute sich Professor Bose an. Er war fasziniert von ihr und lud sie nach Hause ein. Die zwei lebten gemeinsam mit Boses Ehefrau und den Kindern zusammen. Irritierend ist ein Stundenplan, den die Polizei bei der Hausdurchsuchung fand: Die Studentin hatte notiert, wie oft und wann sie etwa mit ihrem Professor in der Woche Sex haben sollte und wann andere Sexualpartner dazukommen würden.

Daneben waren die Stunden für die Hausarbeit notiert und die für das Komponieren. Dozenten der Hochschule machten sich Sorgen, dass der Professor seine Studentin gefügig gemacht haben könnte. Ihre Kommilitonen wollen bemerkt haben, wie Popowa dünner und blass wurde. Die Universität besuchte sie immer seltener.

Im Internet fanden sich Anzeigen: Sex für Euro die Stunde. Das Geld sparte sie und unterstützte damit ihre Familie. Irvana Popowa redet ungern darüber. Sie sagt, dass sie nicht mehr komponiere, und begründet es mit der angespannten Situation nach dem Polizeieinsatz und dem Kleinen, der ihre Aufmerksamkeit fordere.

Im vergangenen November allerdings hielt sie es nicht mehr aus. Erst sechs Wochen später kehrte Popowa zurück. Sie sagt, sie könne es sich nicht erklären, warum sie abgehauen sei. Das alles ist nicht angeklagt, das alles ist erlaubt.

Aber es ist bedeutsam, um das Umfeld zu verstehen, in dem eine andere Frau schwerwiegende Vorwürfe gegen den Hochschulprofessor erhebt, eine jährige Akademikerin. Sie sagt laut Anklageschrift, Hans-Jürgen von Bose habe sie während ihrer mehrmonatigen Beziehung dreimal vergewaltigt. Er habe seine Position als Professor ausgenutzt, um sie unter Druck zu setzen. Sie war 22 Jahre alt, er Sie war beeindruckt von seiner "Unborniertheit und Lebendigkeit", er von ihrer "orientalischen Schönheit".

Mit seinen Monologen zog er sie in seinen Bann. Ging es anfangs noch um Themen der Kunst und Musik, sprach der Professor irgendwann von seinen sexuellen Bedürfnissen. Sie übernachtete in seiner Wohnung, sie kamen sich auch sexuell näher.

Im Nachhinein kann man schwer sagen, wer den Impuls zu sexuellen Experimenten gab. Es war sein Wunsch, ihr beim Sex mit ihnen zuzusehen. Bose habe sich irgendwann nicht mehr angestrengt, seine Aggressionen und Perversionen zu kontrollieren, sagte Abassi der ermittelnden Beamtin. Bose sagt, seine Geliebte habe sichtlich Vergnügen beim Sex mit anderen Männern gehabt. Hinterher habe sie das nicht eingestanden, "da war ich richtig böse". Da sei mal ein Aschenbecher geflogen, da habe er vielleicht den Satz gesagt, den Leyla Abassi in ihrer Vernehmung zitierte: Er brauche nur hinzulangen, dann klebe ihr Gehirn schon an der Wand.

Er sei ein Choleriker, ernst meine er das nicht. In nüchternen Worten beschreibt Abassi acht Jahre später der Polizei, wie Bose dreimal in sie eingedrungen sei, ohne dass sie es gewollt habe. Manchmal sei sie apathisch gewesen, dehydriert und ausgehungert. Sie habe geweint, etwa wenn sie von der Flucht aus ihrer Heimat im Nahen Osten erzählte. Diese Momente totaler Erschöpfung habe Bose ausgenutzt. An die Weinkrämpfe könne er sich zwar erinnern, sagt Bose. Aus einer tröstenden Umarmung sei dann aber einvernehmlicher Sex geworden.

Leyla habe jederzeit gehen können, eine Fluchttür zur Feuertreppe sei gleich neben dem Schlafzimmer gewesen. Die Staatsanwaltschaft München sieht sich nach intensiven Ermittlungen in ihrer Einschätzung bestätigt: Diese habe um ihr Leben gefürchtet, weil er neben seinem Bett eine Waffe aufbewahrte. Im Haus fand die Polizei eine Schreckschusspistole. Wichtiger aber ist ein anderes Druckmittel, das die Staatsanwälte anführen: Bose habe seine Macht als Professor des Bruders an der Musikhochschule und als einflussreiche Persönlichkeit in der Musikszene gezielt ausgenutzt, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Er habe der Geschädigten angedroht, er könne ihren Bruder ruinieren. Bose sagt, es sei eine "glatte und extrem bösartige Lüge". Eine renommierte Psychologin, die im Auftrag des Landgerichts ein aussagepsychologisches Gutachten erstellt hat, hält generell eine absichtliche Falschbezichtigung der Frau für unwahrscheinlich.

Allerdings könnten sich deren Schilderungen in der Erinnerung teilweise verzerrt haben. Drei Jahre sind seit der Hausdurchsuchung vergangen, ohne dass das Gericht entschieden hätte, was die Situation für beide Seiten unerträglich macht: Für den Beschuldigten, der seine Unschuld beweisen will.

Auch Siegfried Mauser tut sich schwer, Schuld bei sich zu finden. Er habe es versucht, sagt der Ex-Präsident, als er sich Anfang Mai in einem seltenen Moment bei einer Veranstaltung blicken lässt, bei der Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises im Münchner Prinzregententheater.

Mauser ist ein angesehener Konzertpianist, Kammermusiker und Liedbegleiter. Als Musikwissenschaftler und Präsident einer der besten Musikhochschulen Deutschlands genoss er bald einen Ruf, der über Bayern hinausging. Für die Staatsanwälte aber ist er ein Mann, der eine unbekannte Frau wie nebenbei vergewaltigte.

Gerüchte über den barocken Frauenhelden gab es schon lange, am Mai kam es erstmals zu einer Verurteilung. Im April soll der Professor eine Kollegin gegen ihren Willen geküsst und sexuell genötigt haben. Über die Revision muss noch entschieden werden. Von einem anderen Vorwurf sprach ihn das Gericht frei: Die Frau habe sich nicht erkennbar gegen ihn zur Wehr gesetzt, stellte das Gericht fest. Ein Argument, das Mausers Anwälte im laufenden Verfahren anbringen: Die Frau, die sagt, sie sei im Präsidentenzimmer vergewaltigt worden, habe später mit Mauser einmal einvernehmlich Sex gehabt.

Die drei Verteidiger glauben, darin einen Widerspruch entdeckt zu haben. Für den Hamburger Sexualwissenschaftler Peer Briken ist es allerdings nicht ungewöhnlich, dass sich die Vorstellungen über das, was jemand als einvernehmlich erlebt, auch kurzfristig ändern können. Bei strittigen Erfahrungen und Tatsachen zwischen zwei Menschen müsse diese normative Entscheidung ein Richter treffen. Die Anwältin Antje Brandes, die betroffene Frauen vertritt, sagt: Auch die Rektorenkonferenz der Musikhochschulen hat sich mit den Vorgängen befasst.

In der Rektorenkonferenz habe man schon vor zwei Jahren damit angefangen. An der Münchner Hochschule wandeln sich die Strukturen nur langsam. Zu stabil waren sie, sodass macht- und selbstbewusste Protagonisten wie Mauser und Bose über Jahre ungehindert agieren konnten. Beide Professoren waren befreundet und halfen einander.

Sie tranken Bier zusammen und schwärmten zeitweilig für dieselbe Frau. Es führte dazu, dass Siegfried Mauser sich am 8. Mai von der Aufsichtspflicht als Rektor distanzieren wollte - aus persönlicher Befangenheit. In diesem Umfeld kam es vor, dass Dozenten mit ihren Studentinnen Affären eingingen und Kinder mit ihnen zeugten. Es war auch keine Seltenheit, dass offen sexuelle Forderungen gestellt wurden, wie mehrere Zeugen vor Gericht aussagten.

Mancher Dozent tarnte seine sexuelle Gier offenbar als Übung für die Bühne. Also stellte sich der Professor hinter den jungen Mann und zeigte, wie man es richtig macht. Die Studentin möchte ihren Namen nicht veröffentlicht sehen. Die Hochschulleitung beteuert in internen Runden, sie tue alles, um die Atmosphäre zu verbessern.

Als die ehemalige Frauenbeauftragte vor Gericht zu diesem Flyer befragt wurde, sagte sie: München gilt als Stadt mit den meisten Singles. Es stimmt, München liegt mit 28,8 Prozent Singles bundesweit an der Spitze. Das Gegenteil ist der Fall. Münchner sind laut vorliegenden Studien selbstbewusster, wohlhabender und offener als anderswo. Und so kommen sie leicht in Kontakt mit anderen Menschen. Die Münchner Singles sind oftmals gerne Singles und suchen gar nicht nach einer festen Beziehung.

In anderen Städten, beispielsweise in Frankfurt, sind das nur 27 Prozent. Die Münchner Singles sind Topverdiener. Während in Berlin gerade einmal 13 Prozent der Singles mehr als Euro netto bekommen und 40 Prozent sogar unter Euro netto. Dass die Münchner so aufgeschlossen sind, hat allerdings auch einen Nachteil. In München gibt es die meisten untreuen Frauen.

Ganze 35 Prozent gehen hier fremd.

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MOLLIGE HUREN HANNOVER FEMALE FICKEN Und erst schreiben alle über Tinder? Über die Revision muss noch entschieden werden. Dann zahle ich lieber, und hoffe doch auf ein gehobeneres Niveau der Beteiligten. Er bezieht Gehalt, freie Aufträge bekomme er aber nicht mehr. Nicht in der heutigen Zeit der aussterbenden Monogamie. Nicht mal die, die ich selbst nicht mag. Das ist natürlich echt krass Frauen in einem Monat.

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Man wird nicht verletzt. Philipp war dabei, sich zu dem effizentesten Single zu entwickeln, den ich persönlich kannte. Wenn man so wollte, hatte Tinder die Kontrolle übernommen. Wenn Philipp früher in einer Clubnacht keine Frau kennen gelernt hatte, verschickte er SMS-Nachrichten an mehrere Frauen, ob sie sich nicht noch treffen wollten.

Er hatte sie sogar in einer Liste zusammen gefasst. Er nannte sie seine Booty-Call-Liste. Wir haben uns dann einige Monate nicht gesehen, aber am Sonntagabend habe ich ihn auf einem Geburtstag getroffen. Als ich ihn erkannte, erschrak ich mich schon ein wenig. Er sah fertig aus, müde und ausgelaugt. Er erzählte mir, dass er in den letzten Monaten mit verschiedenen Frauen geschlafen hat.

Seitdem Philipp einen Tinder-Account hat, hat er keine Zeit mehr. Er berauscht sich an all den Möglichkeiten, es ist eine Sucht, die sich verselbstständigt hat. Die vielen Dates haben Philipp abgestumpft. Er konsumiert die Frauen nur noch.

Dates sind nichts Besonderes mehr, sie sind austauschbar, Teil einer Gleichung, Mathematik. Die vermeintlichen Vorteile von Tinder sind eigentlich seine Nachteile. Die Frage ist nämlich, ob Effizienz in solchen Dingen vorteilhaft ist. Anfang der Woche habe ich gelesen, dass es neuerdings Menschen gibt, die einen Screenshot ihres aktuellen Kontostandes als Profilbild verwenden. Das ist nur konsequent, denn genau genommen ist das Tinder zu Ende gedacht.

Effizienter geht es nicht. Diese Philpps trifft man an jeder strassenecke in berlin. Tinder so wie es in Deutschland genuzt wird ist eine Form von moderner Prostitution, nur ohne das Entgelt eine win lose Situation. Da ist ein Stück Wahrheit dran! Ich habe Tinder auch einmal ausprobiert. Es ist schon etwas länger her. Damals kann ich das nur bestätigen. Wie seht ihr das? Findet Ihr Tinder gut oder Zeitverschwendung? Also mein Freund und ich kennen uns über Tinder.

Ich habe gerade einen ähnlichen Artikel auf einem anderen Blog gelesen. Und finde es sehr erstaunlich, oder vielleicht auch erschreckend wie sehr sich unsere Generation in Bezug auf Beziehungen verändert hat.

Mühe geben, Einsatz zeigen? Wozu, denn wir haben doch Tinder. Ich habe einen Kollegen der ist ein echter Weiberheld und nutzt schon seit geraumer Zeit Tinder. Ich kam bereits mehrfach an und sagte mir ich solle das mal ausprobieren, da er dort ziemlich erfolgreich bei den Frauen ist. Er entgegnete,dass es so einfach sei, weil er einfach soviele Frauen anschreibt, bis er eine hat die Ja sagt und sich mit ihm zum Abendessen zu zweit bei ihm zu Hause trifft.

Er sagte er hat festgestellt, wenn man Frauen angeschrieben hat , das dann mindestens eine dabei ist, der er für sich gewinnen kann. Also ich glaube nicht, dass die Leute sich da anmelden weil sie Sex suchen.

Was sich daraus ergibt bleibt offen. Ich finde den Beitrag sehr lustig geschrieben und unterhaltsam. Wer an solchen einfältig-denunziatorischen Artikeln, wie sie hier im kumpelhaften Ton geschrieben werden, seine Freude hat, wird mit der ganzen Sammlung bestens bedient. Ein nächster Mario Barth, wenn er lernt, seine eigenen Texte fehlerfrei vorzulesen.

An sich ein guter Beitrag und mal jemand der die Wahrheit über Tinder schreibt. Naja bisschen haben die männer ja schon was abbekommen. Tinder kann man sehr gut benutzen, wenn man mal auf Klo sitzt oder 5min Pause macht.

Ansonsten ist es immer von Vorteil Frauen direkt anzusprechen, die einem gefallen. Es muss nicht erfunden sein. Und es ist auch nichts falsch daran. Wenn jemand es glücklich macht, ist doch alles in Ordnung. Interessant und amüsant geschrieben — hab Tinder noch nicht ausprobiert, aber lovoo. War eher enttäuscht von der app. Mit dem Dating hat es dann doch geklappt — aber ganz klassisch: Naja von solchen Apps kann man halten was man will.

Menschen, die sich dort anmelden, sei es wegen der Neugier oder wegen Sex. Man darf sich bei entstehenden Bekanntschaften aber nicht beschweren, wenn diese dann tatsächlich nur in Sex enden. Heutzutage trifft man sich auf einem Portal auf dem es explitzit um private Sextreffen geht. Es wird viel offener mit dem Thema umgegangen und jede Menge Spass macht es auch noch.

Meine Erfahrung zeigt mir das Frau und Mann nicht so verschieden sind und warum lange drum rum reden. Das meiste davon ist ganz klar frei erfunden. Sicher kann man über die App schnell jemanden kennen lernen und man landet auch schon mal gelegentlich in der Kiste, aber ein normaler Mensch mit einem normalen Leben, mit einem Beruf oder Studium und begrenzt viel Zeit, wird es nie in so kurzer Zeit auf schaffen.

Aber eben auch frei erfunden. Ist ne schöne Geschichte, hat aber schon was von einem Werbetext. Solche Werbetexte über Tinder habe ich schon einige gelesen und sie sollen allen nur neugierig auf Tinder machen und Dinge versprechen, die man dort so nicht erleben wird. Unzählige Frauen schreiben bei Tinder direkt in ihr Profil, dass sie nicht an Sex interessiert sind.

Wenn man nicht gerade alles mitnehmen würde, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, dann liked man selbst vielleicht von Frauen Von diesen 20 liken einen wenn man Glüch hat, vielleicht 8 zurück. Bei diesen acht müsste man dann riskieren, einen Korb zu kriegen, indem man sie einfach gradeheraus nach Sex fragt. Vielleicht klappts aber ja auch bei 5 davon. Immer wieder musste Bose den Unterricht absagen und war für manche Studenten lange nicht erreichbar. Bei der Hochschulleitung gingen Beschwerden ein.

Im Dezember wurde der Komponist als dienstunfähig in den Ruhestand versetzt, vier Jahre später beantragte er die Wiedereinstellung. Sie wurde ihm zum Oktober genehmigt, nachdem er ein amtsärztliches Attest bekommen hatte. Da die Polizei nun gegen ihn ermittelt, ist er vom Dienst vorläufig freigestellt. Er bezieht Gehalt, freie Aufträge bekomme er aber nicht mehr. Er beklagt eine "massive Zerstörung" seines Namens. Als er ein Klavierkonzert seines Freundes Siegfried Mauser besuchte, hatte jemand eine Todesanzeige mit seinem Namen im Programmheft platziert.

Bose macht Menschen wie Moritz Eggert für seine Krise verantwortlich. Sie hätten es auf seine Stelle abgesehen. Sie würden seine Art des Umgangs mit anderen nicht akzeptieren, seinen kleistschen Lebensstil, wie er ihn nennt. In diesem Lebensstil vermischen sich Lehre und Privates, Grenzen gibt es in diesem Konzept keine mehr, auch keine Distanz. Für ihn sei Komponieren eine private und intime Angelegenheit, deshalb habe er auch mit seinen Studenten über Privates und Intimes gesprochen.

Wer ihm zu "starr und viereckig" vorkam, dem brachte er die Kulturgeschichte des Pornos nahe, weil er darin Parallelen zur Musikgeschichte sah. Er war als Lehrer mit dieser tabulosen Offenheit und seiner Streitlust auch beliebt.

Bose sagt, er sei ständig auf der Suche nach einem Kick, beim Autofahren und auch im Bett. Er berichtet von einem sexuellen Erlebnis mit einem Jährigen, den er aus einer Musikakademie kannte. Der junge Musiker wurde sein Student. Es müsse oder gewesen sein, als der junge Mann nach einem Konzert in München bei ihm übernachtet habe.

Bose sagt, er habe das "psychisch wie physisch extrem vorsichtig vollzogen". Er habe das Gefühl gehabt, für den Studenten sei es wichtig gewesen, diese Erfahrung zu machen. Es blieb bei einem Mal. Der damalige Student sagt, auch wenn keine Gewalt im Spiel gewesen sei, sehe er den Akt heute als eine Art Missbrauch an. Bis heute fühlt Bose sich unschuldig. Der Staat aber schickte ein Sondereinsatzkommando zu ihm.

Im Flutlicht brachen schwer bewaffnete Männer die Tür zum Garten auf. Tagelang habe sie die Hämatome gespürt. Der zweitjüngste Sohn des Professors sagt, er habe ein Trauma erlitten und sei nach dem Einsatz ein Jahr lang nicht zur Schule gegangen. Als die Polizisten das Haus durchsuchten, fanden sie illegale Substanzen. Darunter waren 5,1 Gramm eines Kokaingemischs. Hans-Jürgen von Bose sagt, die Rauschmittel hätten ihm beim Komponieren geholfen. Und, offen wie er sei, habe er seinen Studenten von diesen Drogenerfahrungen erzählt.

Als sich die junge Russin Irvana Popowa an der Musikhochschule vorgestellt hatte, hatte sie auf die Professoren keck, aber auch zerbrechlich gewirkt. Das könnte erklären, warum sie nicht der Klasse von Hans-Jürgen von Bose zugeteilt wurde. Die Frauenbeauftragte kannte Gerüchte, dass man aufpassen solle.

Wenn das der Versuch war, die junge Frau und den Professor voneinander fernzuhalten, muss er als gescheitert bezeichnet werden. Im Hochschulwohnheim versuchte sie, Anschluss zu finden, der Kummer über den Tod ihrer Schwester nagte schwer. Das Geld fehlte, um zum Begräbnis zu reisen. Sie vertraute sich Professor Bose an. Er war fasziniert von ihr und lud sie nach Hause ein. Die zwei lebten gemeinsam mit Boses Ehefrau und den Kindern zusammen.

Irritierend ist ein Stundenplan, den die Polizei bei der Hausdurchsuchung fand: Die Studentin hatte notiert, wie oft und wann sie etwa mit ihrem Professor in der Woche Sex haben sollte und wann andere Sexualpartner dazukommen würden. Daneben waren die Stunden für die Hausarbeit notiert und die für das Komponieren. Dozenten der Hochschule machten sich Sorgen, dass der Professor seine Studentin gefügig gemacht haben könnte. Ihre Kommilitonen wollen bemerkt haben, wie Popowa dünner und blass wurde.

Die Universität besuchte sie immer seltener. Im Internet fanden sich Anzeigen: Sex für Euro die Stunde. Das Geld sparte sie und unterstützte damit ihre Familie. Irvana Popowa redet ungern darüber.

Sie sagt, dass sie nicht mehr komponiere, und begründet es mit der angespannten Situation nach dem Polizeieinsatz und dem Kleinen, der ihre Aufmerksamkeit fordere.

Im vergangenen November allerdings hielt sie es nicht mehr aus. Erst sechs Wochen später kehrte Popowa zurück. Sie sagt, sie könne es sich nicht erklären, warum sie abgehauen sei. Das alles ist nicht angeklagt, das alles ist erlaubt. Aber es ist bedeutsam, um das Umfeld zu verstehen, in dem eine andere Frau schwerwiegende Vorwürfe gegen den Hochschulprofessor erhebt, eine jährige Akademikerin. Sie sagt laut Anklageschrift, Hans-Jürgen von Bose habe sie während ihrer mehrmonatigen Beziehung dreimal vergewaltigt.

Er habe seine Position als Professor ausgenutzt, um sie unter Druck zu setzen. Sie war 22 Jahre alt, er Sie war beeindruckt von seiner "Unborniertheit und Lebendigkeit", er von ihrer "orientalischen Schönheit". Mit seinen Monologen zog er sie in seinen Bann. Ging es anfangs noch um Themen der Kunst und Musik, sprach der Professor irgendwann von seinen sexuellen Bedürfnissen.

Sie übernachtete in seiner Wohnung, sie kamen sich auch sexuell näher. Im Nachhinein kann man schwer sagen, wer den Impuls zu sexuellen Experimenten gab.

Es war sein Wunsch, ihr beim Sex mit ihnen zuzusehen. Bose habe sich irgendwann nicht mehr angestrengt, seine Aggressionen und Perversionen zu kontrollieren, sagte Abassi der ermittelnden Beamtin. Bose sagt, seine Geliebte habe sichtlich Vergnügen beim Sex mit anderen Männern gehabt. Hinterher habe sie das nicht eingestanden, "da war ich richtig böse". Da sei mal ein Aschenbecher geflogen, da habe er vielleicht den Satz gesagt, den Leyla Abassi in ihrer Vernehmung zitierte: Er brauche nur hinzulangen, dann klebe ihr Gehirn schon an der Wand.

Er sei ein Choleriker, ernst meine er das nicht. In nüchternen Worten beschreibt Abassi acht Jahre später der Polizei, wie Bose dreimal in sie eingedrungen sei, ohne dass sie es gewollt habe. Manchmal sei sie apathisch gewesen, dehydriert und ausgehungert. Sie habe geweint, etwa wenn sie von der Flucht aus ihrer Heimat im Nahen Osten erzählte.

Diese Momente totaler Erschöpfung habe Bose ausgenutzt. An die Weinkrämpfe könne er sich zwar erinnern, sagt Bose. Aus einer tröstenden Umarmung sei dann aber einvernehmlicher Sex geworden. Leyla habe jederzeit gehen können, eine Fluchttür zur Feuertreppe sei gleich neben dem Schlafzimmer gewesen.

Die Staatsanwaltschaft München sieht sich nach intensiven Ermittlungen in ihrer Einschätzung bestätigt: Diese habe um ihr Leben gefürchtet, weil er neben seinem Bett eine Waffe aufbewahrte. Im Haus fand die Polizei eine Schreckschusspistole. Wichtiger aber ist ein anderes Druckmittel, das die Staatsanwälte anführen: Bose habe seine Macht als Professor des Bruders an der Musikhochschule und als einflussreiche Persönlichkeit in der Musikszene gezielt ausgenutzt, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Er habe der Geschädigten angedroht, er könne ihren Bruder ruinieren. Bose sagt, es sei eine "glatte und extrem bösartige Lüge". Eine renommierte Psychologin, die im Auftrag des Landgerichts ein aussagepsychologisches Gutachten erstellt hat, hält generell eine absichtliche Falschbezichtigung der Frau für unwahrscheinlich. Allerdings könnten sich deren Schilderungen in der Erinnerung teilweise verzerrt haben. Drei Jahre sind seit der Hausdurchsuchung vergangen, ohne dass das Gericht entschieden hätte, was die Situation für beide Seiten unerträglich macht: Für den Beschuldigten, der seine Unschuld beweisen will.

Auch Siegfried Mauser tut sich schwer, Schuld bei sich zu finden. Er habe es versucht, sagt der Ex-Präsident, als er sich Anfang Mai in einem seltenen Moment bei einer Veranstaltung blicken lässt, bei der Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises im Münchner Prinzregententheater. Mauser ist ein angesehener Konzertpianist, Kammermusiker und Liedbegleiter.

Als Musikwissenschaftler und Präsident einer der besten Musikhochschulen Deutschlands genoss er bald einen Ruf, der über Bayern hinausging. Für die Staatsanwälte aber ist er ein Mann, der eine unbekannte Frau wie nebenbei vergewaltigte. Gerüchte über den barocken Frauenhelden gab es schon lange, am Mai kam es erstmals zu einer Verurteilung. Im April soll der Professor eine Kollegin gegen ihren Willen geküsst und sexuell genötigt haben.

Über die Revision muss noch entschieden werden. Von einem anderen Vorwurf sprach ihn das Gericht frei: Die Frau habe sich nicht erkennbar gegen ihn zur Wehr gesetzt, stellte das Gericht fest.